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Daria Wendland

2006 - 2009   Studium der Keramik bei Prof. Prangenberg, AdBK München
2009 - 2011   Studium der Bildhauerei bei Prof. Gerhart, AdBK München
2011 - 2012   Studium der Bildhauerei bei Prof. Nicolai, AdBK München
             2012   Diplom bei Prof. Olaf Nicolai, AdBK München

Teilnahme an Ausstellungen
2007 - Dannerstiftung AdBK, München
2008 - Kunstwerk, Köln
          - Dannerstiftung AdBK, München
          - Jahresausstellung AdBK, München
2009 - Weltraum, München
          - Weltraum/ Lothringer 13, München
          - Galerie AKA, München
          - Seven Star Gallery, Berlin
2010 - Jahresausstellung AdBK, München
          - Europäisches Künstlerhaus, Freising    
            Erhalt des Oberbayerischen Förderpreises für angewandte Kunst      
          - Künstlergilde, Ulm
2011 - Gartenhaus der Kunst AdBK, München
          - Regierungspräsidium, Karlsruhe
          - Jahresausstellung AdBK, München
          - Europäisches Künstlerhaus, Freising
2012 - Diplomausstellung AdBK, München
          - Skulpturenpark, Köln  
          - Botanischer Garten der Uni Ulm
          - Forum BC Ulm
          - Kunstverein Aichach
2013 - KHG Uni München
          - Skulpturenpark Günzburg
            Erhalt des Kunstpreises KV Off-Art und der Stadt Günzburg
          - Altes Rathaus Gräfelfing
2014 - Skulpturenpark Günzburg
          - Unpainted Media Art Fair, München
          - item, Ulm
          - Galerie Goldnuss, Bogen
          - Kunstsymposium Kunstverein, Mitterfels
        
                
http://www.art-visuals.de


Installation "Kreislauf" Ausstellung 2012 Kunstverein Aichach



Installation "Abgefahren" Diplomausstellung 2012




Rezension des Kunsthistorikers Dr. Thomas Girst
Es dreht sich alles um die Räder selbst wenn diese sich nicht mehr drehen. Jedes von ihnen hat den Kreislauf seiner raison d’être längst verlassen. Die Luft ist raus. Die Reifen sind abgefahren, Fundstücke von Schrottplätzen, Wertloses, von Fahrradhändlern der Künstlerin bereitwillig überlassen. Abgefahren (2011/2012) hat Daria Wendland ihre monumentale Skulptur betitelt und wortspielerisch markiert „abgefahren“ auch einen Abschied – und wer fährt, der verharrt nicht, der bleibt in Bewegung und steht eben nicht still. Im übertragenen Sinne verweist der Titel zudem auf das genaue Gegenteil von abgenutzt, demonstriert Vitalität wo Verfall sein sollte. Es gibt ein Leben nach dem Tod, raunt uns das Werk verheißungsvoll zu, es kann eine Bestimmung geben nach dem zweckgebundenen Dasein im Hamsterrad. Mit viel Humor jongliert Daria Wendland wie schon zuvor mit Ihrer Radskulptur Radar zwischen Readymade und objet trouvé. Vor Schönheit hat sie keine Scheu, ästhetisch reflektiert sie das Reflektieren der Speichen. Aus Schrott wird Poesie, werden „kostbare Schätze und wertvolle Industriekonstruktionen“, wie die Künstlerin sagt. Sie könne auch neue Räder verwenden, „aber wozu neue Laufräder kaufen, wenn die alten noch ideal, perfekt und in großer Menge kostenlos vorhanden sind? Ich möchte der Verschwendung und dem stupiden Wegwerfmechanismus entgegenwirken.“ So formuliert Abgefahren gleichfalls eine Utopie, von einem Leben ohne Abfall, von steter Wiederverwendung und damit auch von „ewiger Lebendigkeit ohne Tod.“ Mit dem ausgewählten Objekt weiß sich Daria Wendland dabei in bester Gesellschaft: von Duchamps skulpturalem Fahrrad-Rad (1913) zu Ai WeiWeis Installation Forever Bicycles (2011) mit über 1000 Fahrrädern. Die Künstlerin dreht weiter dran, am Jahrhundert des Fahrrads in der Kunst – und dem Betrachter tun sich schier unendliche Möglichkeiten an Blickwinkeln auf.

http://www.gallerytalk.net/2012/02/meine-favoriten-der-diplomausstellung-2012-in-der-adbk-muenchen.html?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=meine-favoriten-der-diplomausstellung-2012-in-der-adbk-muenchen


Installation "Radar" Jahresausstellung
Titelmotiv für den LfA-Kunstkalender 2011
http://www.facebook.com/photo.php?fbid=157064451004544&set=a.157062271004762.28653.131792796865043




Installation "Radar" gebaut aus 19 Fahrradrädern auf Beton




Rezension des Kunsthistorikers Jochen Meister
Filigran und flächig ordnen sich 19 zentrierte Kreise zu einem großen Gebilde um einen Mittelpunkt, der an einer schlanken, mit einem Sockel versehenen Stahlstütze befestigt ist. Unverkennbar handelt es sich um Fahrradräder, aus Naben, Speichen und Felgen bestehend, die ohne eine Hilfskonstruktion zusammengefügt sind. Es wirkt, als wären sie wie eine Blüte am Stiel gewachsen, doch zugleich ist ihr metallischer Glanz, sind die verschiedenen Naben ein eindeutiger Verweis ins Reich der Technik.
Die Kreise sind so angeordnet, dass das gesamte Gebilde den Umriss eines Sechsecks hat, von dem 2 Seiten parallel zum Boden und zur Decke des Raumes verlaufen. Das Sechseck hat einen Rhythmus von 3 zu 4 zu 5 zu 4 zu 3 Kreisen, von allen Seiten aus gleich – es hat die rationale Gliederung einer geometrischen Figur. Durch die einheitliche Größe des Umfangs jedes Kreises, der dem Standardmaß normaler Fahrradreifen von 28 Zoll entspricht, ergibt sich die Symmetrie. Um das mittlere Rad legen sich 6, um diesen inneren Kreis wiederum 12 Zirkel, alle haben sie durch die Nabe eine exakte Mitte und durch die Speichen ein filigranes,radiales System,welches Zentrum Durchmesser und Umfang verbindet. Vielleicht beginnt man, die Schönheit und technische Perfektion eines einfachen Fahrradrades wahrzunehmen. Ganz gewöhnliche, gebrauchte und durch die Benutzung unbrauchbar gewordene Räder sind das Ausgangsmaterial für „Radar“, wie Daria Wendland ihre Arbeit nennt.
Wenn man von diesem Ansatzpunkt aus weiterdenkt, wird aus der spielerischen Umwandlung gefundener Formen und Objekte in ein ästhetisches Gebilde ein weitgreifender gesellschaftlicher Gedanke,der förmlich ausstrahlt – eben wie ein Radar. Auf der Ebene des Sichtbaren ist die Vorstellung des Ausstrahlens zunächst ganz einfach in der Form des Speichenrads vorhanden. So steht das einzelne Rad im Zentrum des Gebildes, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Jede Speiche führt vom Zentrum zum Kreis, der von der Felge gebildet wird. Und um den zentralen Kreis legen sich die beiden Ketten aus weiteren Kreisen, so dass auch die Kreise selbst radial ausstrahlen.
Das geometrische Spiel lässt eine Pyramide aus 6 Rädern um das Zentrum springen, man mag an die rotierenden Felder auf einem Radarschirm denken, oder es versetzt einen Strahl aus jeweils 3 Kreisen im Winkel um je 60 Grad, was die Assoziation an einen Peilstrahl ermöglicht. So wie ein Radar von einem zentralen Ausgangspunkt eine Rotation um 360 Grad macht, rotieren die Radien im Großen wie im Kleinen. Daria Wendland spielt ironisch mit den Analogien zur komplizierten Hochtechnologie. Denn es sind einfache mechanische Bauteile des „Low Tech“, die sie verwendet.
Hier beginnt der gesellschaftliche Gedanke zu greifen. Auf dem Radarschirm werden Dinge geortet, die für die menschlichen Sinnesorgane noch nicht erfassbar sind. So kann der Radar auch eine Metapher für gesellschaftliche Vorgänge sein. Daria Wendland verwendet ihr Material im Sinne der „Cradle to Cradle“ - Idee, die Michael Braungart, Professor für Verfahrenstechnologie und Verfechter einer ökologischen Wende zur umfassenden Nachhaltigkeit, entwickelt hat. Nach dieser Idee geht ein Werkstoff oder ein Produkt nicht den Weg von der Wiege (Cradle) zur Bahre, wird also erneut geboren in einem anderen, nützlichen Zusammenhang. Das kleine technische Wunder eines filigranen und doch so leistungsfähigen Speichenrads erlebt eine Wiedergeburt als ästhetisches Kunstwerk und Metapher gesellschaftlicher Wahrnehmung.



Fotoinstallation "fensterbook" mit 100 Fotografien
Jahresausstellung 2011




Ausstellung "Zwischen Etagen" im Gartenhaus der Kunst
Zeichnungen und Foto-Objekt









Installation "Bierzelt"  -  Jahresausstellung AdBK 2008












Installation "Konsumkapelle"
Die Konsumkapelle ist ein leerer Raum ohne Eingang und eine symbolische, unterbewußte, unantastbare, inhaltslose Anbetungsstädte der dogmatischen Warengesellschaft. Die Konsumkapelle besteht aus synthetischen Einkaufs-
beuteln mit aufgedruckten Prestigemarken, welche ihre banale Form und Farbe durch ständiges Berühren verloren haben und dennoch - wie heilige Objekte -  für alle Menschen (und nicht nur für ihre Gläubigen) prägnant und kennzeichnend sind.





"Geburt des Konsumenten"







Projekt für Installation "Wasserbett"
In der Marketingsprache bedeutet ein Wasserbett ein Luxusbett mit einer wassergefüllten Matratze mit Erwärmungssystem - ein Kultobjekt des bequemen Schlafens. In der direkten Übertragung des Wortes würde ein Wasserbett eine andere Bedeutung haben: Ein Bettkasten gefüllt mit kaltem Wasser. Diese nasse Liegefläche, auf welcher niemand schlafen würde,
ist nur als Kunstobjekt zu betrachten.






Installation "Spiegel-TV"









Die kleinen Installationen aus industriell verpackten Schmelzkäse in Alufolie
ironisieren antike und moderne Kultstätte unter dem Titel "Alles Käse".









"Planet X" Keramik                                                          "Form & Ornament" Papier






Ausstellung im Europäischen Künstlerhaus, Freising
Erhalt des Oberbayerischen Förderpreises 2010



Die zwei Objekte "Mehrwegflasche" bestehen aus zwei Kontrastmaterialien:
Glasierte Keramik und Plastikflaschen mit bunten Kappen.





Hommage für Mascha Kaléko
Das weiße Keramikobjekt ist mit Poesietexten von Mascha Kaléko glasiert,
deren Bücher im Nationalsozialismus verbrannt und zerstört wurden.
Meine Idee war die Textfragmente dieser Autorin auf meine Keramik
zu brennen, um sie symbolisch zu verewigen.



Ausstellung "Oberbayerischer Förderpreis 2011" im Europäischen Künstlerhaus, Freising




Daria Wendland  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2006. Klasse Nicolai.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 01.08.2014.


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