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Jelena Pachtner

Jelena Pachtner (geb.Heitsch)

Kunstvermittlung und Kuration

2016 Nomination by Danielle van Zadelhoff for the Dreamchainproject by Clara Feder: www.dreamchainproject.com, empowering women of the art world // AABBC Werkschau mit Noëm Held,Maximilian Heitsch,Sarah Illenberger, Mirko Borsche,Eike König u.v.a // Assistant Director Jörg Heitsch Galerie München // Messearbeit Scope Basel, Schweiz

2015 Assistant Director Jörg Heitsch Galerie München // Messearbeit Art Miami New York, Scope Basel, Schweiz, Context Art Miami

2014 Assistant Director Jörg Heitsch Galerie München // Kulturplattform AABER Panama Plus Festival München// Messearbeit Art Karlsruhe, Art Silicon Valley San Francisco, Kunst 14 Zürich und Context Art Miami, Jörg Heitsch Galerie München

2013 Assistant Director Jörg Heitsch Galerie München // Leitung und Kuration des 3. AABER AWARD-Kulturpreis für junge Kunst// Messearbeit Kunst 13 Zürich und Context Art Miami, Jörg Heitsch Galerie München

2012 Leitung und Kuration AABER ARTSPACE München – Raum für junge Kunst // Assistenz Jörg Heitsch Galerie München // Leitung und Kuration des 2. AABER AWARD-Kulturpreis für junge Kunst// Lehrtätigkeit: Projektunterricht “Experimentelle Fotografie” in der Rudolf- Steiner- Schule München Schwabing//Messearbeit Art Karlsruhe und Kunst 12 Zürich, Jörg Heitsch Galerie München

2011 Leitung und Kuration AABER ARTSPACE München – Raum für junge Kunst  // Assistenz Jörg Heitsch Galerie München // Weiterbildung Freie Universität Berlin “Management im Kunstmarkt” // Messearbeit Art Fair Köln und Kunst 11 Zürich, Jörg Heitsch Galerie München

2010 Staatsexamen AdBK München // Messearbeit Kunst 10 Zürich, Jörg Heitsch Galerie München
2003-2010 Studium der Kunstvermittlung // Bildhauerei & Installation an der AdBK München bei Prof. Albert Hien
2007 Lehrtätigkeit als künstlerische Assistenz, Ferienakademie Kloster Roggenburg

Ausstellungen (Auswahl):
2012 Blindheit des Sehens, Städtische Galerie Trinkkuranlage, Bad Nauheim
2010 Absenz des Sehens, Dialog Museum/ Frankfurter Kunstblock
2009 Senses 09 researchers`night, ZKMax München
2008 Winterspiele, Galerie Neumeister // bittergruen, Kunst in Hopfengärten Mainburg Hallertau// Kultusministerium, München// Praelatengarten, Kloster Roggenburg
2007 Haus 50 Ausstellung, Domagkateliertage München

www.aaber.de
www.facebook.com/AABERAWARD


Künstlerische Arbeit - Installation -  Licht -  Papier

Nach Maurice Merleau- Ponty ist das Sehen kein bestimmter Modus des Denkens oder eine Selbstgegenwart; es ist ein Mittel, von mir selbst abwesend zu sein, von innen her der Spaltung des Seins beizuwohnen, durch die allein ich meiner selbst inne  werde.

Kunst macht sichtbar: sie verleiht sichtbare Existenz dem, was das alltägliche Sehen für unsichtbar hält. Kunst zielt auf das Verborgene, das Imaginäre, sie lässt die Dinge, das Sichtbare zu- sich- kommen ;

Sie blickt sowohl auf das Äußere der Erscheinungen als auch auf deren innere Belebtheit und sie zeigt auf wie dieser Blick der Weltaneignung funktioniert.






Nomination by Danielle van Zadelhoff for the Dreamchainproject by Clara Feder: www.dreamchainproject.com, empowering women of the art world.
Innocent Living, Agnes Martin 1999. Dia Art Foundation; Partial gift, Lannan Foundation 2013. © Agnes Martin/Artists Rights Society (ARS), New York.










o.T.(2010)
Fotografie
36x 29,5x 5,5cm
Fotoalbum, SW Fotos









Wie der Mensch seinen Himmel denkt (2010)
Lichtinstallation
1x 1m
Papier, Pigmentdruck, Buchbindeleinen, Metall, Leuchtelement

Wie der Mensch seinen Himmel denkt, so denkt er seinen Gott;
die Inhaltsbestimmtheit seines Himmels ist die Inhaltsbestimmtheit seines Gottes, nur, dass im Himmel sinnlich ausgemalt, ausgeführt wird, was in Gott nur Entwurf, Konzept ist.
Der Himmel ist daher der Schlüssel zu den innersten Geheimnissen der Religion.
Wenn der Künstler den Raum denkt, so denkt er seinen Himmel und wenn er seinen Himmel denkt, so denkt er seinen Gott.










Das imaginäre Bild (2010)
Zeichnung
250x 270 cm
Papier, Tusche

Die umgrenzte, leere Fläche als Spur eines ehemals anwesenden Bildes kann der Projektion  eigener Bildvorstellungen dienen.
Leere Fläche dient zur
1.Überprüfung der Spuren der Erinnerung: Erinnern, aktivieren: Imaginäres Museum (Kollektives Bildgedächtnis) des Betrachters: die darin enthaltenen Bilder (Vorraussetzung) der Kunstgeschichte können re- produziert werden. Betrachter als Komplize, als Kenner eines anwesend- abwesenden Bildes im Kopf: Voraussetzung und Aufforderung tätig zu werden.

2.Imaginäres Feld für eigene Phantasie: Neue Bilder/ Bilder im Kopf herstellen, Förderung von Neugier, kreativem Denken, visueller Lust Appell an die eigene Imaginationskraft und den eigenen Interpretationsrahmen des Rezipienten









Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus (2010)
Papierschnitt
152x 152 cm
Papier, Leinen, Holz

Wie reizten mich die Wolken ..., mit ihnen fort in fremde Länder zu ziehen, wenn sie hoch über meinem Haupte wegzogen! So beschrieb Goethe die ewige Sehnsucht der Menschheit, den Luftraum auf selbst gefertigten Schwingen zu durchsegeln.  

Pioniergeist und Faszination leiten den Menschen dazu an, die vertrauten Gefilde der heimatlichen Welt hinter sich zu lassen, um in unbekannte Meere und Länder vorzustoß;en, einzig auf die Kraft ihres Geistes und ihres Körpers, auf ihre dürftigen Instrumente und ihr hinfälliges Gefährt angewiesen.

Die Geschichte der Entdeckungen vermag in die Weiten von Zeit und Raum zu führen und die Perspektive des menschlichen Blicks zu verändern. Entdeckungsgeschichte im vollen Sinne des Wortes hat mit der Entstehung des gesamten Erdbildes im Geiste des Menschen zu tun.









Die Eroberung der Erde (2010)
Scherenschnitt
6x je 14x 20 cm
Papier

Große Leerstellen tauchen auf Chroniken, auf Kalendern, Landkarten auf; selbst in kleinen Abläufen individueller Leben in Landschaften, Seins- und Handlungsweisen wird ganzen Erfahrungsbereichen Substanz abgesprochen.

Es gibt keine Geschichte des Residuums, keine Atlanten des Aufgegebenen, keine Erinnerung darüber, was eine Person war, aber nicht sein konnte.









Neue Welten (2010)
Lichtobjekt
15x 20,5x 5,5 cm
Antiquarisches Buch

"Neue Welten" funktioniert nach dem Prinzip einer Camera Obscura.

Im Inneren des lichtdichten Buches ist eine transparente Rückwand sowie ein Loch auf der gegenüberliegenden Seite angebracht.
Das Licht strahlt durch das Loch und bildet ein seitenverkehrtes, verkleinertes und auf dem Kopf stehendes Abbild der Wirklichkeit.

Die Begegnung mit der Welt wird durch die individuell gewählte Perspektive gebrochen und verschoben.
Der Betrachter erfährt neue Blickwinkel auf die Wirklichkeit und kann sich rezeptiv kreativ mit dem Raum, der eigenen Erfahrung und Wahrnehmung auseinander setzen.








Ideenprojektion (2010)
Pigmentdruck
59,4 X 84,1 cm
Papier

Jegliches Zeichen des Künstlers wird negiert, ebenso jegliche bildlich-darstellende Aussage.
Das Bildwerk soll das Konzept, das heißt also den geistigen Vorgang visualisieren.

Der Idee kommt mehr Bedeutung zu als der Ausführung.
Aktiviert werden kann die Idee einzig und allein in der Vorstellung und Phantasie des Betrachters.









Weiblichkeit als Bild (2010)
Inszenierungsaktion
Serie
Fotografie

Die Frau, der die abendländische Malerei wohl ihre wohl schönste Inspirationsquelle verdankt, erscheint meist als Sujet, selten aber als Schöpferin des eigenen Bildes.

Nach dem britischen Kunstkritiker John Berger ist der in der westlichen Kunst tradierte Blick auf den weiblichen Körper als einen geschlechtsspezifischen zu begreifen. Die Frau - so seine These- wird immer in einem ihr zugewiesenen Rahmen wahrgenommen, innerhalb einer vom männlichen Blick beherrschten Szene.

Während Männer handeln, treten Frauen in Erscheinung. Männer sehen Frauen an, während Frauen sich als Betrachtete wahrnehmen.

Aufgrund dieser Aufspaltung in zwei Blickpositionen ist jeder Teil der Frau, der sich selbst betrachtet, männlich, jener der betrachtet wird, weiblich. Somit verwandelt sich die Frau unwillkürlich in das Objekt eines fremdbestimmten Blickes.








Licht (2009)
Film
2:28  min
16mm Schwarzfilm
Kratztechnik, digitalisiert

Der Film Licht spielt mit den sensorischen Voraussetzungen des Betrachters. Er überlastet gezielt das Auge.

Aus dieser Überforderung des menschlichen Sehorgans entstehen Effekte wie Kontrastwirkung, Überstrahlung, Nachbild, das Gefühl räumlicher Bewegung.

Simultane Farbwirkungen machen aus einem Schwarzweißbild ein farbiges, wobei die Farbe gänzlich in der Wahrnehmung des Betrachters erzeugt wird.








Münztapete ( 2009)
Papierveredelung
0,50 X 1,80m
Prägedruck antiker Münzen( 400 v. Chr.)
Papier

Die Druckgrafik diente in der Geschichte der Kunst über Epochen hinweg zur breiten Propagierung von bildnerischen sowie politischen Aussagen und  Ideen.

Für Menschen, die nicht lesen konnten, waren beispielsweise die Holzschnitte Dürers zur Apokalypse reiner Schriftersatz. Diese Tradition reicht bis zum Expressionismus.

Auf weißem Untergrund wirken Schatten am intensivsten, und das Licht kann sich am besten artikulieren. So ist bei den Prägedrucken Licht ist nicht mehr nur Beleuchtung, sonder aktiver Teil des Kunstwerks.

Je nach Lichteinfall und Betrachterstandpunkt verändert sich die Hell- Dunkel– Erscheinung. Licht ist der konstituierende Faktor des Reliefs.











Zeitzeugen (2009)
Installation
180x50x2,5 cm
Tonerdezement
Abformung antiker MŸnzen
(400 v. Chr.)

Das dreiteilige Fries aus Tonerdenzement reiht Abgüsse von 120 original antiker Münzen aus dem 4.Jahrhundert v. Chr. in einem gleich bleibenden Rhythmus aneinander.

Der schmale Streifen der Münzen erscheint im Ganzen wie ein sich wiederholendes Ornament. Bei genauerer Betrachtung ist jede einzelne Münze ein Unikat festgehalten im zeitgenössischen Material Beton.

Die Münzen mögen wohl die kleinsten Skulpturen der Antike sein- Als originale Zeitzeugen des Koloss stellen diese Münzen keinen Mythos sondern die lebendigen und wirklichen Kolosse der Antike dar.







Licht- Experiment (2008)
Filminstallation
5 min
16mm Schwarzfilm
Kratztechnik, Loopkonstruktion

Das Filmprojekt entsteht aus Interesse an einem fast vergessenem Filmmaterial und der Idee, damit das Spiel von Licht und Schatten optimal umzusetzten.

In dem Film "Licht- Experiment" stellt das Gegensatzpaar an dessen Grenzlinien sich die Dynamik und Spannung eines Bildes aufbaut, eines ihrer wichtigsten Gestaltungselemente dar.

Zu höchster Abstraktion und Schärfe gereift ist das Prinzip von Hell und Dunkel. Wie auf Messers Schneide wird die Trennung einer Form von ihrem Hintergrund vollzogen, während gleichzeitig ihr Wesentliches als flüchtiger Abdruck aufleuchtet.

Abstrakte Körper vereinen sich zu Lichtspuren und bilden erste strukturierte Formen. Aus dem Zusammenspiel vieler solcher Formen konstruiert sich so ein ganzheitliches Neues, das sich nach kurzer Existenz wieder auflöst. So bleiben Konstruktion und Dekonstruktion in ständigem Fluss.










Bodenzeichnung (2008)
Landart
40x50m
Erde, Fräse
Mainburg Hallertau

Jelena Heitsch lässt auf einem Hang mit Fräse und Pflug als Überdimensionale Zeichengeräte ein großflächiges Erdmuster entstehen. Das Motiv vereint Elemente keltischer Ornamentik mit dem systematischen Raster eines Hopfengartens. Die Ästhetisierung des Erdbodens mittels herkömmlicher Methoden des Ackerbaus verweist bereits auf die Grundbedeutung des Wortes Kultur(lat. „cultura“: Bearbeitung, Anbau, Ackerbau). Das brachliegende Land wurde gepflegt, bearbeitet und kultiviert. Der Boden ist daher Zeuge und Zeichen menschlicher Zivilisation, unterliegt aber zugleich dem steten Wandel der Natur.

Die Grabung trägt die oberste Bodenschicht ab und eröffnet dadurch den Blick ins Innere der Erde, in das immer neu zu bearbeitende Grundmaterial der menschlichen Existenz. Durch die besondere Struktur der Erdzeichnung wird die Arbeit am Boden hier ihrem pragmatischen Nutzen enthoben und ruft das nach wie vor präsente Erbe vergangener Kulturen ins Gedächtnis.
Zugleich ist auch die Zeichnung selbst dem unaufhörlichen Wandel der Natur unterworfen und wird durch Erosion, Pflanzenwachstum und Witterung langsam zurückerobert und wieder nahezu in den Ausgangszustand gebracht. Durch den künstlerischen Eingriff rückt die bewusste Wahrnehmung des Bodens als lebendiger, wandelbarer Naturkörper in den Vordergrund, dessen immerwährende, variantenreiche Metamorphosen das dynamische Prinzip der Natur wiederspiegeln.

Diesem Kunstwerk wohnt demnach eine doppelte Zeitstruktur inne: Zum Einen wird das unauslöschliche Erbe vergangener Kulturen im menschlichen Gedächtnis thematisiert und zum Anderen ist auch die Zeichnung selbst nicht von ewigem Bestand, sondern fügt sich schlussendlich wieder homogen in ihre Umwelt ein.
Wenn auch die Wiese bei Unterempfenbach bereits in wenigen Monaten keinerlei sichtbare Spuren des Werkes mehr aufweisen wird genauso wie die keltische Vergangenheit der Region nicht mehr am Landschaftsbild abgelesen werden kann so wirken all diese Erzeugnisse dennoch im kulturellen GedŠchtnis und im Geschichtsbewusstsein des Menschen weiter.









Detail

Zierde und Halt (2008)
Papierobjekt
51,5 cm H 61,5 cm
56,6 cm H 69,5 cm
Papierpulp

"Das Bild, das ich mir vorstelle, ist ein Instrument der Wahrnehmung. Der Mensch, das wahrnehmende Subjekt, ist dessen Autor. Das Bild ist ein im Werden begriffenes Bild."

Der italienische Künstler Guilio Paolini (1940) untersucht seit den 1960er Jahren die Vorraussetzungen des imaginären  Bildes.

Er prägte die Metapher des diaframma (italienisch = Membran) - der Begegnungsebene zwischen Blick und Bild. Die Entsprechung steht für die Spaltung des Blicks und die Trennung von Innerbildlichem und äußerer Realität.

„Diaframma“ meint die Bedingung eines Grenzerlebnisses, in dem sich der Abstand zwischen dem Sichtbaren und dem, was durch ihr Phänomen hindurch scheint, auftut.

An dieser Membran treffen das objektiv Gegebene und das subjektiv Wahrgenommene aufeinander- ebenso wie der geistige und der räumliche Standort des Betrachters.









Schattenzeichnung ( 2008)
Papierarbeit
0,50x0, 60m
Prägedruck
Handgeschöpftes Bütten

Die Prägung erhabener Linien auf Papier ist die Suche nach dem malerischen Schatten.
Das Licht wirft an den geprägten Stellen Schattenlinien auf das Papier, wodurch die Verbindung von Volumen und Linie- Dreidimensionalität und Zeichnung entsteht.

Die Prägung hebt die Linien aus dem Papier heraus, und lässt sie als Form fühlbar werden.
Die Verwendung von Bütten wirkt durch die monochrome Farbe Weiß in der Gesamtstruktur pur und rein, auf das Wesentliche der Licht- Schatten-Phänomene konzentriert.








Blindzeichnung(2007)
Performative Zeichnung
je 14,7x 20,9 cm
Papier, Bleistift, Kugelschreiber

Bei diesen Blindzeichnungen wurde auf das sonst notwendige Sehen beim Zeichnen verzichtet.

Entstanden ist dabei einer Serie spannungsvoller, intuitiver Figuren.

Zu sehen: Auswahl








o. T. (2010)
Zeichnung
1,15 x 1.35 m
Papier, Buntstift, Softpastellkreide, Lšffel
Auftragsarbeit










Maske & Identität (2007)
Performative Zeichnung
3,50x 2,40 m
Papier, Buntstift, Softpastellkreide, Lšffel

Jeden Tag zeichne ich seismographisch mit einem Strich- in den Spiegel blickend mein Gesicht. Die Linien werden mit Buntstift nachgefahren, das „Gesicht“ mit Softpastellkreide koloriert. Anschließend wird die Zeichnung mit schwarzer Kreide übermalt bis nichts mehr zu erkennen ist. Mit einem Löffel kratze ich alles wieder frei- die Zeichnung wird sichtbar und es hinter bleibt eine feine rhytmische Struktur an der Oberfläche. Nach und nach wachsen die Gesichter wie eine Landkarte zu einem großen Ganzen.







Circus (2007)
Zeichnung/ Malerei
1,50x 2,00m
Papier, Bunstift, Softpastellkreide

Farbe-Form-Spiel











Cirque de lumiere (2007)
Lichtinstallation
60x 40x 60cm
Draht, Papier, LED-Leuchten, Discokugelmotor, Holz, Stoff

In einem dunklen Raum befindet sich auf Augenhöhe ein Papierkubus, in dem Drahtfiguren von einer rotierenden Lichtquelle im Inneren beleuchtet werden.

Durch die Bewegung des Lichts lässt sich der Schatten der Figuren immer wieder von deren Form und wird als Rhythmus von Linien auf das Papier projiziert. In ständiger Bewegung, Überlagerung, Bündelung und Zerstreuung werden die durchgehenden Linien der Schatten zum Strich einer lebendigen Zeichnung. Die ursprüngliche Form der Figur deutet sich immer wieder an, erfährt jedoch eine ständige Verfremdung und Loslösung.

"Cirque de lumiere"  ist eine Bühne für das Immaterielle, den Traum, die Ideen und die Phantasie. Eine Bild wird wie ein Gedanke für einen kurzen Moment sichtbar, um sich im nächsten Moment wieder zurück zu nehmen und zu zerstreuen.







Silhouetten Memory (2006)
Spielinstallation
20x20cm
Museumskarton, Schwarze Tinte

Der Schatten stellt das Wesentliche, reduziert auf die Silhouette mit der äußeren Grenzlinie als alleiniger Informationsträger, dar.
Das unbestimmte Innere und dessen klar definierter Umriss haben eine geheimnisvolle Wirkung.

Dem Schattenprofil wohnt eine Beweiskraft und individuelle Unveränderlichkeit einer Person inne.
So bewahrt die Fixierung einer menschlichen Silhouette die Erinnerung an seine Abwesenheit.

In der Spiel- Installation  Silhouetten- Memory handelt es sich um ein Gedächtnisspiel: 12 Paare, also 24 Karten werden gemischt und in einem Quadrat ausgelegt.

Ziel ist es durch besondere Merkfähigkeit die passenden Päärchen, bestehend aus einer gezeichneten Person und deren Schattenprofil, zu finden.

Im Auflösungsheft können die Spieler sich vor Spielbeginn die menschlichen Umrisse der 12 Personen genau einprägen, um sie so während des Spielverlaufs wieder erkennen zu können.







Leuchtkasten (2008)
Lichtobjekt
49x 49x 13 cm
Holz, Kunststoff, Folie, Leuchtršhre

Der quadratische Leuchtkasten umfasst eine Auswahl von 16 Karten des Spiels Silhouetten- memory.








Sieben Jahre (2005)
Papierinstallation
1,00x 1,60m
Pigmentiertes Büttenpapier, Aluminiumregal

Die sieben Abformungen sind in der Manier der Collage von einem Tonkopf abgeformt worden.

Die fragile Papierhaut hebt nicht mehr die Materialität des Tonkopfes hervor, sondern nur ihre Form als Relief.

Die dreidimensionale Form wird so durch Einschluss entmaterialisiert, obwohl sie noch konkret vorhanden ist.








Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar (2005)
3,20 x 4,50m
Wasserzeichen, Büttenpapier

Die Papierinstallation ist von Platons Hšhlengleichnis inspiriert.  Der Betrachter kann hinter die Installation treten und erkennt dabei etwas, was vorher für seine Augen verborgen war.

Es ist der Versuch etwas nicht Greifbares sichtbar und erlebbar zu machen.


Der Seitenanfang zitiert nach Maurice Merleau Ponty, Das Auge und der Geist. Org. L´oeil et l´Esprit. Paris 1969. Übers.: Christian Bermes, Hamburg 1984, S.19, S.34, 35 und S.39.


Jelena Pachtner  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2004. Klasse Hien.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 12.09.2016.


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