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Julika Meyer

*1982 in Fürstenfeldbruck


seit 10. 2008 Akademie der Bildenden Künste München, Studium der freien Kunst,

2008-2011 bei Magdalena Jetelová
seit 2012 bei Gregor Schneider


2004-2007 Deutsche Meisterschule für Mode, Designschule München
Studiengang Mode und Kommunikationsgrafik




Ausstellungen / Arbeiten

2013 / 7.8 / Institut für Glücksfindung/ München

2012 / Josef / Kunsthalle am Hamburger Platz/ Berlin
Im Grunde / AdBK München Jahresausstellung
N.N. / AdBK München Jahresausstellung
Garaus / AABER ART Space / München

2011 / Dieser Mann ist mein Vater / Maximiliansforum München
My other story / Kuration und Organisation / Maximiliansforum München
Not for sale / Tbilisi State Academy of Arts /  Georgien
Abteilung II / Jahresausstellung der AdBK München
Duck, u sucker! / Jahresausstellung der AdBK München
Just in Time / BMW Werk Regensburg
Gruzefix / Katholische Akademie in Bayern / München
Abteilung I / Kunstherberge Birkenau / München

2010 / Kunstgruppe Jubelperser / Kammerspiele München
northern light / Gallerie 27, Kaywon school of art and design / Seoul
Keine die fort geht / Kunstmeile Mainburg / Mainburg

2009 / Rette sich wer kann / Kunsthalle whiteBox / München
Serviervorschlag / Exposicoes Braco de Prata / Lissabon
showdown  / Animation / Jahresausstellung der AdBK München
Demmlmeir / Dokumentarfilm, Regieassistenz / HFF München

2008 / Tirana- München, so near so far /  Lothringer 13 / München

2007 / Rossmarkt / Jahressaustellung der Designschule München
Csongor und Tünde / Bühnenbild und Kostüm / Feierwerk München

2006 / Somewear 2006 / Designschule München

2005 / Somewear 2005 / Designschule München




Preise / Förderungen

2013 / LfA Kulturförderung für Kunstbuch Publikation 7.8
2012 / LfA Kunstkalender für Gruppenarbeit N.N.
Nominiert  für den  AAber Award 2012
2011 / Förderung durch den Akademieverein München für das Projekt
                „My other story“/   Maximiliansforum / München

Förderung durch das Kulturreferat München für das Projekt
                „My other story“ /Maximiliansforum / München
1. Preis des Akademievereins für
                Abteilung II und Duck, u sucker!   Jahresausstellung / AdBK München

Förderung durch den Akademieverein für Abteilung I







Im Grunde // Basically     // Bavarian Trilogy #3
PVC Pipes, pumping system, Beer, Beerglasses, Soundinstallation
Academie of fine Arts, Munich 2012










Der Weg in den Altbau der Akademie führt über eine imposante Freitreppe hinauf zum Haupteingang.
Ideen werden auf ihren Stufen entwickelt, Arbeiten besprochen. Und Bier getrunken, Münchens traditionsreiches Lieblingsgetränk. Es ist eine massive, steinerne Treppe, geradezu ideal, um darauf weit und leicht zu denken, im Freistaat Bayern, in aller Gemütlichkeit.
Scheinbar? Im Grunde nämlich ist die Treppe hohl, bildet ins Negativ gekehrt einen Raum. Ein geheimer, höhlenartiger Ort, ein Nicht-Ort, in dem Merkwürdiges geschieht.
Es gluckst und rauscht in den Rohren, die sich durch den Raum ziehen. Es ist feucht und stickig, an einigen Stellen tropft es aus undichten Rohren. Ein eigenartig vertrauter Geruch liegt in der Luft. Glaskrüge sind aufgestellt worden, um die Flüssigkeit einzufangen. Doch es ist nicht Wasser, was da durch das Rohrsystem der Akademie fließt. Es ist Bier.
Mit ihrer Arbeit geht die Künstlerin Julika Meyer den Dingen auf den Grund. Sie begibt sich im Bauch der Akademie auf die Suche nach fundamentalen Wahrheiten, indem sie den Raum unter der Freitreppe in eine unheimliche‚ Tropfsteinhöhle der Gemütlichkeit‘ verwandelt und damit das geheime Versorgungssystem der Münchner Akademie enthüllt. Im Grunde genommen ist es ja doch immer ein bisschen anders.
S.D.M.

An impressive flight of steps leads up to the main entrance of the Academy of Fine Arts in Munich.
It‘s steps have been a site for developing ideas, for discussing works of art. And drinking beer, Munich‘s traditional, favorite drink. The staircase is built of massive stone, heavy, solid, an ideal base to think free, far and fair, in the Free State of Bavaria, in cozy, comfortable sociability.
Apparently? Going deeper the staircase is actually hollow, creating a negative space. A secret cave-like place, a non-place, where strange things happen.
Gurgling and swooshing can be heard in the pipes that run through the room that the hollow stairs form. The air is humid and muggy, in some places liquids drip from leaky pipes. A strange familiar scent in the air. Big jugs of glass have been set up to collect the dripping liquid. But it is not water, which flows through the pipe system in the belly of the academy. It is beer.
With her work, the artist Julika Meyer traces the basics of Bavarian identity, traditional concepts and the institution of the academy in the Free State of Bavaria. She climbs down into the belly of the academy on the search for fundamental truths and turns the space under the staircase into an eerie, stalactite cave of comfort to reveal the “secret supply system” of the Munich Academy of Fine Arts. 
Basically, it‘s always a bit different.


Garaus // curfew     //  Bavarian Trilogy #2  
mirror, beer garden set, carpet, soundinstallation

former police station in munich, 2012
AAber Art Space




Ein ehemaliger Büroraum in einem verlassenen Münchner Polizeipräsidium wurde durch künstliche Wände, Teppich, Beobachtungsspiegel in einen Verhörraum verwandelt. Hinter dem Besucher fällt die Tür ins Schloss. Er kann von selber nicht heraus gelangen, der Türgriff innen fehlt. Er muss sich durch klopfen oder rufen bemerkbar machen um den Raum zu verlassen.
Das Licht kommt von grellen, beissend hellen Neonröhren an der Decke, der Boden ist mit grauem Teppich bedeckt. Der Raum ist leer bis auf eine Biergartengarnitur, bestehend aus einem Tisch und zwei Bänken. Auf der Rückseite befindet sich eine große verspiegelte Glasfläche deren Anmutung man aus Verhörsituationen zu kennen meint. Auch an Folter denkt man sofort. Dieser Effekt wird noch durch die Audio Installation unterstützt. Aus versteckten Lautsprechern schallt ohrenbetäubend der Königlich Bayrische Defiliermarsch. In der Lautstärke auf und abschwellend und mit einem Dröhnen verstärkt.
Die Arbeit verdeutlicht das Spannungsfeld zwischen der Münchner Polizei und den Bewohnern dieser Stadt. Das einer oft willkürlich operierenden Polizeistaatlichkeit die permanent beobachtet, kontrolliert und bestraft. Auf der anderen Seite eine schon fast omnipräsente Aufforderung zur ständigen Gemütlichkeit und alkoholischem Exzess.
Helligkeit und die Lautstärke der Marschmusik im Raum sind exakt wie in einem Oktoberfestzelt. Auch die Bierbänke sind die selben. Aber eigesperrt in einem weissen Raum, beobachtet durch ein verspiegeltes Fenster und vor allem ohne Alkohol verwandelt sich das ganze in Folter.
Für mich entsteht dadurch ein  Zerrspiegel Münchens, schön und schrecklich, gemütlich und quälend.
Der Begriff „Garaus“ ist ein alt Süddeutscher Begriff für die Polizeistunde b.z.w Sperrstunde.


The original title “Garaus“ refers to an old Southern German term for the hour curfew.
A former office in an abandoned police headquarters in Munich is transformed into an interrogation room by artificial walls, a carpet, and a one-way mirror. The door drops shut once the visitor enters. Inside the door handle is missing, the only way to get out again is to knock or shout to be noticed, until someone opens the door from outside.

The light comes from bright, glaring neon lights on the ceiling, the floor is covered with gray carpet. The room is empty except for a beer garden set consisting of a table and two benches. In the back there is a large mirrored glass surface associated with interrogation situations. Also torture immediately comes to mind. This effect is further supported by the audio installation. From hidden speakers the Royal Bavarian Defiliermarch screams at ear-battering volume. The volume swells up and down, distorted brassy painful noise.
The work illustrates the tension between the Munich police and the residents of this city. On the one hand operates the executive power under often arbitrary rule, constantly monitors, controls and punishes. On the other hand we find an almost omnipresent call to constant cozy comfort and alcoholic excess.
The amount of brightness and the volume of the march music in the room are exactly as in an Oktoberfest tent. Even the beer benches are the same. But locked in a white room, observed through a mirrored window and especially without alcohol the whole situation turns into torture.
For me, this situation creates a distorting mirror of Munich, at the same time beautiful and terrible, cozy and agonizing.


Gruzefix // Crucifix   // Bavarian Trilogy #1
10 photos, 4c print

catholic academie in Bavaria, 2011
Groupexibit „Ausrichtung“






Seit dem Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1995 hat die sogenannte “Kruzifix Debatte“ grade im katholischen Bayern in Politik, Gesellschaft und Medien hohe Wellen geschlagen. 
Die Hängung von Kreuzen in öffentlichen Gebäuden (also auch Schulen) wurde mehrmals verboten und wieder mit Einschränkung erlaubt. Damals hatten die Karlsruher Richter die Vorschrift der bayerischen Volksschulordnung zum Anbringen von Kreuzen in Klassenzimmern als verfassungswidrig aufgehoben. Die Regelung verstoße gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit und die staatliche Neutralitätspflicht.
2011 urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, dass ein christliches Kreuz im Klassenzimmer einer Staatsschule die Religionsfreiheit der Schüler verletzt. Den Eltern werde die Freiheit genommen, ihre Kinder nach ihren philosophischen Überzeugungen zu erziehen. Die Schüler könnten das Kreuz leicht als religiöses Zeichen interpretieren - und die Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche besonderen Schutz. Deshalb stellten die Richter am Ende einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention fest.
Die nicht mehr hängenden Kreuze haben natürlich Spuren und Zeichen hinterlassen. Starke und eindrückliche wie das nachgedunkelte Holz, das die exakten Umrisse eines abgehängten Kreuzes frei gibt. Schmutzflecke die den Schatten eines Kruzifixes wie ein Gespenst oder einen Geist aus der Wand hervortreten lassen. Aber auch zarte, unauffällige Male des Wandels wie schlecht verputzte Bohrlöcher oder verbogene alte Nägel und Haken an den üblichen Stellen über der Tafel oder über der Klassenzimmertür.
Bei meiner Arbeit geht um das Verschwinden der Kirche in unserem Land. Die Spuren sind ein Zeichen der Leere oder des Vakuums, das zurück bleibt, wenn etwas seine Symbolkraft verliert. 
Ein sichtbares Leeres Zeichen, eine Präsenz der Absenz.
Der Titel „Gruzefix“ bezieht sich auf den vom Wort Kruzifix abgeleiteten bayrischen Fluch und die Arbeit ist der erste Teil meiner bayrischen Trilogie ( Gruzefix, GARAUS, Im Grunde)


Since the crucifix decision of the Federal Constitutional Court in 1995, the so-called „Crucifix debate“ has struck high waves in politics, society, and the media, especially in catholic Bavaria.
The application of crucifixes in public buildings (including schools) was banned several times and again allowed with restrictions. In 95 the judges had abolished the directive for the application of crosses in classrooms in Bavarian elementary schools as unconstitutional since this regulation infringes the fundamental right to religious freedom and the secularism of the state.
In 2011, the European Court of Human Rights in Strasbourg stated that a Christian cross in the classroom of a state school violated the religious freedom of students. Parents would be deprived of the freedom to educate their children according to their philosophical beliefs. Students could easily interpret the cross as a religious sign - and especially the freedom to have no religion needed special protection. Hence the judges declared the application of crucifixes eventually as a violation of the European Convention on Human Rights.
However, the crosses have left traces and signs. As strong and unmistakable as the darkened wood that gives the exact outline of a cross taken down. Smudges on the wall from which the shadow of a crucifix emerges like a ghost or a spirit. But also delicate, unobtrusive marks of change such as poorly plastered holes or bent old nails and hooks in the usual places above the black board or the classroom door.
My work is about the disappearance of the church in our country. The traces are a sign of the void or vacuum that is left when something loses its symbolic power. An apparent empty sign, the presence of absence.
The title „Gruzefix“ refers to the Bavarian curse derived from the word crucifix and the work is the first part of my Bavarian trilogy (Gruzefix, Garaus, Im Grunde).



Abteilung I / section I  

ofice furniture, desc lamp with time clock, plaster
Kunst im Bau, , 2011
Kunstherberge Birkenau



collaboration with Frank Balve







In einem Abrisshaus in der Birkenau in München befindet sich, wie in vielen Einfamilienhäusern, neben dem Eingang ein winziger Raum, die ehemalige Gästetoilette, von aussen durch ein schmales Milchglasfenster einzusehen. Dieser Raum wird zu einem Büro umgestaltet, eingerichtet mit Aktenschränken, Tisch, Stuhl und Schreibmaschine. Danach wird der Zugang mit einer Wand verschlossen und der Raum ist nur noch durch das kleines Fenster im Hof einsehbar. Im Inneren bleibt es meist dunkel. Nur ab und zu lässt eine kurz aufleuchtende Lichtquelle einen flüchtigen Blick auf die Kammer zu. Der Bürozweck bleibt offen. Jedoch lassen die Verborgenheit und die Art der Möbel vielfältige Assoziationen zu. Es könnte sich z.B. um einen Raum für Spionage, für Mitarbeiter der Staatssicherheit, des Dritten Reiches oder anderes handeln. Dass nicht jeder Besucher den Raum entdeckt, ist Teil des Konzeptes und unterstreicht das Geheimnisvolle der Arbeit.

In a run down house in the Birkenau in Munich a tiny room can be found next to the entrance, like in many other family houses. It is the former guest bathroom, visible from outside through a small frosted glass window. This space is transformed into an office, furnished with filing cabinets, a table, chair and typewriter. Then the door is closed by a wall and the room can only be viewed through the small window in the yard. The inside usually remains dark. Only now and then a briefly flashing light source allows a glimpse of the chamber. The purpose of the office remains open. However, the seclusion and the style of furniture can be interpreted in a variety of possibilities. It could be a space for espionage, for employees of the State Security, the Third Reich etc. That not every visitor actually discovers the space is part of the concept and highlights the secrecy of the artwork.


Abteilung II / section II

8 cubicmeter space, office furniture, desk lamp, plexiglass
academie of fine arts, munich 2011

collaboration with Frank Balve










Abteilung II / section II
Die Nachfolgearbeit zu Abteilung I befindet sich im Garten der AdBK München. Hier wurde ein verstecktes, unterirdisches Büro eingerichtet. Der Raum ist voll ausgestattet mit Büroinventar und nur durch eine Plexiglasscheibe von oben einsehbar. Beleuchtet ist der Raum über die Schreibtischlampe. Auch hier spielt das „übersehen“ der Arbeit eine wichtige Rolle.
Das Büro blieb über 5 Monate erhalten und wurde von uns zweimal geöffnet, um während dieser Zeit den Verfall zu dokumentieren.
Ende November 2011 wurde das Büro endgültig geschlossen, beziehungsweise zugeschüttet. Die komplette Einrichtung blieb im Loch.


The successive work to section I was implemented in the garden of the Academy of Fine Arts in Munich. Here a hidden, subterranean office was established. The room is fully equipped with stationary and furniture for an office but only visually accessible from above through a plexiglass pane. The desk lamp illuminates the space. Again, the possibility of “overlooking/missing“ the work plays an important role.
The office remained in location for 5 months and was opened by us two times to document the decay during this period.
At the end of November 2011, the office was finally closed by filling the hole up. The entire facility stayed in the hole.




Duck u sucker!

sandbags, excavating from section II
Academie of fine Arts, Munich 2011

collaboration with Moritz Binder
1.Preis des Akademievereins 2011






Der Aushub aus dem Baggerloch von Abteilung II wurde in Sandsäcke gefüllt und im Klassenzimmer vor die deckenhohen Fenster gestapelt.
Durch ein Fernglas konnte man die Aussenwelt, oder den “Feind” beobachten. Interessant ist dabei zu sehen, wie beängstigend etwas wirken kann, das eigentlich für Sicherheit stehen soll.


The excavated earth from the hole of section II was filled in sandbags and stacked in the atelier in front of the floor-to-ceiling windows.
Through a pair of binoculars you could watch the outside world, or the “enemy”. It is interesting to observe how scary something that is supposed to stand for safety can become.




Just in time

surveillance camera, arable, beamer
BMW factory Regensburg, 2011
Permanent Installation






Bei BMW läuft alle 58 Sekunden ein Auto vom Band. 
Die Maschinen, Laufbänder und Menschen sind Tag und Nacht in Bewegung. Jeder Arbeitsschritt greift in den anderen.
Alles ist bis auf die Sekunde geplant. Just in Time.
In der Fertigungshalle wurde an der Wand eine 300 X 160 cm große Leinwand angebracht. Auf dieser ist ein 24h Livestream zu sehen. Ein Acker von oben, gefilmt von einer Überwachungskamera. 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche, 12 Monate lang.
Ein fast abstraktes Bild. Braune Erde, Stillstand, nichts passiert.
Erst nach Wochen, Monaten zeigen sich die ersten grünen Spitzen vereinzelter Pflanzen. Deutliche Veränderungen lassen sich erst nach längerer Zeit feststellen. Trotzdem steckt in diesem langsamen, unaufgeregten Prozess die Urform aller Energie des Lebens. Just in Time. Stärker und kraftvoller als vom Menschen produzierte Technik.
Die Arbeit wurde im September 2011 installiert und ist seitdem in Dauerbetrieb.


At BMW, every 58 seconds a car rolls off the conveyer belt.
The machines, treadmills and people are day and night in motion. Each working step is linked to the next.
Everything is planned down to the last second. Just in Time.
In the production hall, a 300 X 160 cm big screen was mounted on the wall. Here a live stream can be seen. A patch of acre from above, filmed by a surveillance camera. 24 hours a day, 7 days a week, for 12 months.
An almost abstract image. Brown earth, holdup, nothing happens.
Only after weeks, months, the first tender green tips of individual plants show. Significant changes can be detected only after a longer time. Nevertheless this slow, unhurried process bears the original form of the energy of life. Just in Time. Stronger and more powerful than human-produced technology.
The work was installed in September 2011 and has since been in continuous operation.




Keine die fort geht / not one who goes away

installation, documentation
Kunstmeile Mainburg, 2010



Audio- und Video-Aufzeichnungen einer in Mainburg geborenen und lebenden 88jährigen Frau. 
Ihre Erzählungen wurden von mir in persönlichen Interviews gesammelt und dann als Installation in Textform im Ort platziert. Dabei gab es sehr lange Texte, die ich z.B auf ein Brückengeländer angebracht habe. Aber auch kurze prägnante Sprüche und Weisheiten, die typisch sind für die bayrische Sprache und den Dialekt der Holledau. Für mich fungiert die Dame als  Zeitzeugin oder Zeitkapsel des Ortes. Durch die Rückführung ihrer Geschichte und somit auch der Geschichte der Stadt in den Ortskern schliesst sich der Kreis.

Audio and video recordings of an 88 year old woman, who was born and lived all her live in the town of Mainburg in Bavaria.
Her stories were collected by me in personal interviews and then placed as an installation in text form in specific locations in the town. There were very long texts that I attached to a bridge railing, but also short concise proverbs and wisdoms, typical of the Bavarian dialect and the region of the Holledau. For me, the lady functions as a time witness or time capsule of the place. By recycling her story, and thus the history of the town into the physical city center, a circle closes.




"Rette sich wer kann"
WhiteBox München, 2009
Gruppenarbeit






not for sale

display case, gold leaf
State Academie of Art, Tiblissi, Georgia, 2011






"northern light"
Gallerie 27, Seoul, 2010







"Serviervorschlag"
Lissabon, 2009
Zusammenarbeit mit Susi Gelb










Julika Meyer  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2008. Klasse Jetelova.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 14.05.2013.


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