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Robert Rudigier



Mesopotamien 2018
Acryl auf Pappe 92x48 / 5,93x39 / 86x40cm



Than between black 2019
acrylic on canvas 200x180cm



Infinite blue 2019
acrylic on canvas 200x180cm


Nehmen sie doch Platz, es ist genug frei 2019
Acryl auf Leinwand 155x125 cm


Habitus 2019
Acryl auf Leinwand 155x125cm


Rember me, es bleibt alles Geist 2019
Acryl Leinwand (Format folgt)

Auf unterschiedlichen Untergründen werden abstrakte Setzungen immer wieder zu ausgelassenen, spielerischen Formationen und Motiven. Immer wieder geht der Blick hinaus, saugt Formen oder Fragmente von ihnen auf, grafische Elemente, Anleihen aus Architektur und Räumlichkeit generell. Sie sind der Bildvorrat in der Welt des Künstlers Robert Rudigier. An ihnen macht er Fragen nach der Form und ihrer Farbe fest, Geschichten aus den Feldern seines Sehens, verwebt alles fest. Auf der Suche nach der „Stimmigkeit des Bildes - genau dieser schmale Grad ... Ich transferiere, filtere das Gesehene, woraus sich neue Formen und Ideen entwickeln.


Überkreuz 2019
Acryl auf Leinwand 125x155cm



Nehmen sie Platz, hier stört sie niemand 2019
Acryl auf Leinwand 110x100cm


Negation 2019
Acryl auf Leinwand 108x79cm / 60x50cm

Meine Umwelt ist maßgeblich an meiner Arbeit beteiligt.“ Die Linie begrenzt Form wie Farbfeld, schließt ab zur gemalten Illusion stereometrischer Körper, zieht eine Form aus der anderen, grenzt die gemalten Elemente ebenso wie die Teile des Bildträgers selbst. Immer kann sie scharf gezogen sein in höchster Präzision, um nahe wieder in malerischer Wischung zu entgleiten. Und selbst dann bleibt sie präsent in zueinander gesetzten Farbfeldern, die bei all ihrer Unregelmäßigkeit dennoch den Bildraum klar strukturieren zwischen Flächigkeit und Tiefe. Für Klarheit sorgt auch die Farbe - in kräftigem Rot, Tönen des Lila und Violett, leuchtendem Blau, und immer wieder Bereichen von tiefem Schwarz oder vorspringend hellem Beige.


Triangel 2019
Acryl auf Leinwand 155x125cm


The yellow bath 2019
Acryl Leinwand 155x125cm


New flag 2019
Acryl auf Leinwand 125x90cm



In der Entscheidung des Malers bei abschlieender Arbeit und Analyse. Bereits mit dem Diplom in der Klasse Förg an der Münchner Kunstakademie hielt eine ruhigere Souveränität der Grundanlage in den Werken Einzug. Formen wurden schlicht in ein gewähltes Format gesetzt und neu untereinander verzahnt. Lockere Pinselsetzungen begannen, mit großer Leichtigkeit Formen im Bild und Bildformate zu füllen, dabei Fragen nach den strukturierenden Möglichkeiten des grundsätzlich Malerischen aufwerfend. Eine helle, leuchtende Farbigkeit zwischen Tönen des Gelbs und blassen Blaus unterstützte dies nachhaltig. Mit gewonnener Sicherheit im Durchmessen eines Bildträgers ging eine feine Poesie der einsamen Bildform einher, die den Künstler auf dem Weg zu neuen sensiblen Fragen zeigte.


Gruss an den Architekten 2019
Acryl auf Leinwand 155x125cm


Das Wesentliche in der Arbeit zu finden, ihm die Form zu geben, die zuvor in den Jahren des künstlerischen Aufbruchs erforscht, gewandelt, sortiert wurde, war die Herausforderung an das Selbstverständnis als Künstler nach Jahren der Akademie mit ihrer vielfältigen Ausein-andersetzung. Ein überbordender kreativer Kosmos voller Experimentierfreude und Vielfalt von Form und Farbe ist in die klare Setzung gemündet. Hart kontrastierend in deckendem Schwarz gegen Weiß, spitzwinklig und scharfkantig können nun Haupt-Bildformen eine deutlich zartere Mittelzone des Bildes einschließen. Deutlich malerisch abgehoben kommen ihre geometrischen Elemente auf den Betrachter zu - in lockerem Pinselduktus, in wolkig aufgehelltem Grau und von Weiß durchzogenem, blassen Blau. Zart leuchtet hier das Bild aus seiner simulierten Tiefe, so, als seien die Formen aufgemacht hin zu himmlischem Ausblick. Und doch sind vermeintliche Gewissheiten hoch suspekt geblieben. Auch und gerade dort, wo sich mit den Mitteln des Malers Bildstrukturen in ihrer Geometrisierung stark verfestigen, wo Flächen und Anklänge an kristalline, exakte Körper sich scharf geschnitten fügen, werden weiterhin umgehend die Fragen des Malerischen in einzelnen Bildpartien durch eine wolkige, aufgelöste Malweise gestellt. Und wo Bildelemente fest gebaut erscheinen, geraten andere ins Schweben, drohen dem Bildraum zu entgleiten. Oft ist es starke Farbe, die gezielt dem Sog von Linien entgegenwirken kann. Dreiecksfelder im Blau der Kornblume etwa ziehen eine fliegend erscheinende Linienkonstruktion in all ihrer Durchsichtigkeit und Luftigkeit nah ans Auge des Betrachters heran. Ein drohender Abflug ins tiefe Schwarz des Bildes scheint gebremst, indem Blautöne verbindenden Kontakt aufnehmen. Und wo vor hellgrauem Grund gebaut wurde, wie es scheint, mit einem gleichmäßigen Gerüst schwarzer Balken von unterschiedlicher Länge, ist gegen optisch dominantes Streifen raster in hartem Schwarz-Weiß ein angeschnittenes Dreieck von leuchtendem Rot und grober Textur gesetzt - die Spitze nach oben gerichtet, wo sich alles in lichtem Grau auflöst, und eine zarte geometrische Doppelformation in ihren hellen, exakten Linien zu fliegen scheint. „Das Unterschiedliche“, schrieb Robert Rudigier 2018, „wird in einer Synthese so  im Bild verbunden und vereint. ... Reduktion als Verstärker, klärt und konzentriert sich auf das Wesentliche. Es geht immer mehr um eine gewisse konkrete Grundhaltung....

Ich plane mehr, fertige vor und sondiere, bis ich einen Fundus habe, der mich überzeugt.“


Good Trip 2019
Acryl auf Pappe/ Papier / Leinwand 64x64cm

Gefundenes, Buchdeckel, geralinig zugeschnittener Karton, Baumwolle, Leinen oder auch Kunst-stoffe sind in neueren Objekten durch Montage oder Collage in formaler Strenge verbunden. Elemente überlagern sich, geben einander frei, ergänzen sich zu einer neuen Konstruktion, für die zuletzt aufgetragene Malerei eine abschließende und in ihrer Flächigkeit gegenläufige Bedeutung hat. Farbfelder in subtilen Grün- ,Türkis- oder Blau-Tönen scheinen zurückzuweichen in Braun, Grau oder sattem Schwarz, springen ins Auge in leuchtendem Gelb oder Rot, in pastosen Farbaufträgen von kräftiger Textur oder feiner Ausarbeitung subtiler Materialgründe. Zu Glattes wird ausgeschaltet, feine, Poesie transportierende Materialität überhöht. Und doch bleibt auch hier bei der Arbeit an den farbigen Objekten die Reduktion im Fokus, wird geklärt und sparsam gefertigt. Die Malerei tritt in neuer Rolle in den Dienst des konkret räumlichen Konzeptes - bereichernd, Spannung erzeugend oder betörend schön, und immer Teil der feinen Strategie des Künstlers.

Dr. Arta Valstar-Verhoff
Stiftungsrätin in der Leitung der
Vordemberge-Gildewart Stiftung/ CH
Februar 2019



Dominanz blue 2019
Mix Material 40x30x2,5cm


Farbtafel 2018
Acryl auf Pappe/ Papier 110x92cm


BIOGRAFIE

Robert Rudigier / geboren Meerbusch
lebt und arbeit in Berlin

1992-1996
Studium Grafikdesign in Schwerte bei Prof. Will Sensen
Abschluss Diplom Grafiker

1997-2008
Tätigkeit in verschiedenen Werbeagenturen

2008-2009
Buchhändler für Moderne Kunst

2010–2015
Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München
Prof. Jean-Marc Bustamante
Gast Prof. Thomas Scheibitz
Prof. Pia Fries
Prof. Günther Förg
(Interim Prof.) Matthias Dornfeld

2015 Abschluss Diplom
Klasse Prof. Günther Förg / Matthias Dornfeld (Interim Prof.)

2015 Ernennung zum Meisterschüler


EINZELAUSSTELLUNG

2014 Galerie Judith Andreae, Bonn
2018 Galerie Artoxin, München
2018 Coffee with Cream, Galerie Orange, Teggernsee
2019 Pam- Artgalerie GmbH, Ybbs (Österreich)

GRUPPENAUSSTELLUNGEN

2011 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
2012 Künstlergruppe Quere, Kunstpark München
2012 Nichts ist, aber bleib, Städtische Galerie Cordonhaus in Cham
2012 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
2013 „Gelb spielt keine Rolle“ erster Völklinger Kunstpreis, Saarbrücken
2013 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
2013 „Kolossal“ Akademie der Bildenden Künste, München
2013 Artoxin Galerie, München
2014 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
2014 Galerie Judith Andreae, Bonn
2014 „Kleinformat“ Galerie Artoxin, München
2014 Jahresausstellung, Akademie der Bildenden Künste, München
2015 Diplom, Akademie der Bildenden Künste München
2015 Galerie Matthias Jahn, Klasse M. Dornfeld, München
2015 Messe ART Karlsruhe, Galerie Artoxin, München
2015 „Täter“ Kunstraum van Treeck, München
2016 „Wir säen das anders“ Lettrètage, Berlin-Kreuzberg
2016 „und dann wussten wir, dass sie es ernst meinten“ KVT, München
2016 “LES MINIATURES”, Galerie Gnesa, München
2016 „God save the Queen“ Codex-Berlin, Berlin
2016 „Neuköllner Hängung“ Galerie Helfrich, Berlin
2016 „Die Neuen“ Verein Berliner Künstler, Berlin
2017 „seht das Fell der Kühe“ Verein Berliner Künstler, Berlin
2017 „Finir en beautè“ Ausstellung der Klasse J.M. Bustamante, im BBK München
2017 TranformArt im ehem. Transformatorenwerk, Berlin - Oberschöneweide
2018 Jahresausstellung, Schloss Zweibrüggen, Kunstverein Übach Palenberg
2018 „En Bloc“, Codex, Berlin
2018 „Schaufenster“ Berlin
2019 la Lotta Continua, Galerie Artoxin, München
2019 Galerie Nicole Gnesa „En Bloc“ Codex Berlin
2019 „En Bloc“, Codex Berlin / Galerie AG Schwerin







Robert Rudigier  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2010. Klasse Förg.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 30.10.2019.


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