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Sophie Schmidt

Knot Wilch beim Bluten (Bäumigung in Maastricht I)  2017













Prothesenaltar 2017



OP-Tisch:




Wandzeichnung: die Gefahr




Quadiptychon: die Gefahr II




Strahlenbilder












Gesamtansichten















Details





















Knot Wilch beim Bluten (Bäumigung in Maastricht II)  2017














Schriftbilder 2017

















Knot Wilch beim Bluten (Bäumigung in Maastricht III)  2017













Performance im Prothesenaltar „Du musst nur niederknien und du bekommst Milch“  Van Eyck Akademie, 2017

























Empfängnisssitzstation 2017










Du musst nur niederknien und du bekommst Milch!




Atelierinterieur mit Lindungen 2017













Lindigungen 2017












Lungenaustülperin in OP mit Schrankerleuchten  2017

















Engländerin im Empfängnissitz














Trypthichon II 2016









Tafel 3 2016




Tafel 2 2016





Tafel 1 2016





Dyptichon I 2016






Seeligung 2017










Prothesen 2016


Der Bauch
Mann muss dringend etwas mit dem Bauch unternehmen. Da darf nicht dieser Strudel sein. Da dürfen keine Haare sein.
Mit dem Bauch muss ich mich fortbewegen, auf die Füße ist kein Verlass.


Lungenflügelprothese







 
Die Doppelung
Füße und Beine sind doppelt.
Arme und Hände sind doppelt.
Bauchnabel ist einzig.
Bauch ist einzig.
Nase ist einzig.
Das kann nicht funktionieren.
 
Die Doppelung ist nicht heiter, sie hat leider keinen Grund dazu.
Wir müssen unseren Doppelungen Hilfe verschaffen!
Die Prothese ist unumgänglich.


Prothesenschuh 1



Nase-zu-Fuß-Beatmung
Nase-zu-Fuß-Beatmung geht nicht ohne Organumstülpung.
Eine OP ist nicht ausgeschlossen.
Als erstes müssen die Nasenlöcher geöffnet werden.
Sodann erfolgt die Bauchumstülpung.
Wenn die  Nase- zu-Fuß-Beatmung funktioniert, dann äußert sie sich im Schuhwerk.


Prothesenschuh 2




Die Atmung
Betrachten wir einmal die Atmung. Ohne Atmung keine Fortbewegung. Denn Atmung ist Fortbewegung. Deshalb sollte man auch das Schuhwerk nicht außer Acht lassen.


Prothesenschuh 3



Der Fuß
Wenn der Fuß Tentakeln hätte:
Der Bauch braucht sie nicht, er ist in sich geschlossen. Der Bauch stolpert ja auch nicht versehentlich.


Zeichenserie 2015







Die Fühler:
Hätten wir doch auch alle Fühler, das Fühlen wäre folglich leichter.
Wir hätten mehr Erdung, weil Fühler Erdabtaster sind. Wie komisch, dass der Mensch so abstrakt fühlt, jeder Käfer ist konkreter.



Urmutter






Der Nabel
Er liegt zentral. Er ist die Tragik der Welt am Bauch.  
Und natürlich ist der Nabel die Narbe, denn woher kommen wir?


Prothesenzeichnung 2015








Gehstock mit Ei







Die Hände
Die Hände aber brauchen ihren Tastsinn vom Bauch her.
Alles muss in die Schleuse.


Flügeltaschenprothese




Wie ist es für den Bauch, dass so viel an ihm dran hängt?
Alles ist an ihm befestigt.
Der Bauch ist in der Mitte, um ihn zappelt es.
Doppelungen lasst mir den Bauch in Ruhe!







Zeichenserie, Lungenfüßler 2015















Zehn Schritte der Mückengymnastik, Examen 2016




Mückengymnastik
1.  Kniebeuge: Annäherung von der Vertikalen in die Horizontale (1. Mückengefühl).
2.  Nase-zu-Fuß-Beatmung mittels Prothesenschuh.
3.  Es braucht die Bauchprothese zur Annäherung an die Schlange (1. Schlangengefühl).
4.  Sie begeben sich mit der Bauchprothese in die Horizontale. Nase-zu-Fuß-Beatmung ist immer dabei.
5.  Es geschieht Atmungsentäußerung. Und es geschieht Lungenaustülpung. Und Sie werden Lungenfüßler.
6.  Es kommt zu Lungendopplungen. Und wieder Lungendoppelungen. Und Sie werden zum Tausendlüngler.
7.   Die Nase entwickelt sich zurück. Sie wird nicht mehr gebraucht.
8.  Lungendoppelungen weiten sich zu Flügeln. Der Fuß wird eingeknickt, er wird nicht mehr gebraucht, nur noch zum Schleifen, am Boden, von Zeit zu Zeit, gleichsam als Jux (2. Mückengefühl).
9.  Die Lungen sind jetzt Lungenflügel. Es ist erhebend (3. Mückengefühl).
10.  Der Kopf wird klein, die Nase fehlt und Beine nur  zum Knicksen. Und das von Zeit zu Zeit, und weil es Freude macht.



Zeichenserie 2016












Tafelbild: Lungenbrütler







Mückenzeichnungen 2015













Vom Lungenfüssler zum Tausendlüngler, Performance Cabaret Voltaire, Manifesta, Zürich








Autoerotik mit Schnabelgefühl:
Eigentlich wollte ich nur etwas meinen Fuß spüren in mir, dann wurde er sogar noch zärtlich abgeleckt von meinem Baby in mir.



Mückenbilder 2015
















Lungenfüßler, Performance, Wien 2015









Die Fußlunge oder der Lungenfüßler:
Ach, hätten wir doch alle eine Fußlunge, das Leben wäre leichter.
Statt Beinen Lungen, und der Tausendfüßler wäre auch viel glücklicher.



Zeichnungeserie, Novemberbilder 2016




















Collagen, Urmutter 2014


















"Zimmer Frei" Performance im Mariandel 2014






Die Weltschleuse:
Über dem Bauchnabel gibt es einen 2. Nabel. Er ist der Übernabel des Nabels und so also als Prothesen- oder Ersatznabel zu sehen. Er nimmt den Schmerz des Nabels auf sich. Der Bauchnabel kann seine ganze Narbe nicht tragen. Und der Bauch ist groß, zum Glück. Und zum Glück gibt es auch den Übernabel, obwohl das Leben so viel leichter wäre, bräuchten wir ihn nicht.
Der Übernabel ist die Weltschleuse. Der Übernabel muss zur Weltschleuse werden, weil er die Tragik des Bauchnabels tragen muss und alles verschleusen muss.
Immer diese Schleusen, Tag für Tag die Welt in seinen Bauch hohlen, schleusen und wieder hinausprusten und dann wieder Welt schlucken und so weiter und so fort.
Wenn ich nicht so viel schleusen müsste, würde ich auch weniger stolpern, das ist ja klar.



Zeichnungeserie, Wolf 2015









Trypthichon I 2016





Zeichenserie, Vögel 2015












Nur kurz zur Übersicht:
Auge Nase Auge
Ohr Auge Nase Auge Ohr
Ohrläppchen Mund Ohrläppchen

Ohr Kopf Ohr

Arm Bauch Arm
Bein Bein
Fuß Fuß
12345 Zehen 12345 Zehen
also:
doppelt einzig doppelt
doppelt doppelt einzig doppelt doppelt

So hört es sich in Wien:
Das Rascheln der Füße
Das Knistern der Flügel
Das Wetzen der Beine
Das Nässen der Tränen
Das Knacksen der Seelen
Das Räuspern der Kehlen.

Und mitten im Knacksen begann es sich  plötzlich zu verdunkeln.






OPs, Performances 2014

Das Gehen als Fallhilfe
Wir wollen fallen. Jeder Schritt birgt diese Sehnsucht in sich. Es ist die große Sehnsucht nach der Horizontalen. Die Mücke hat es geschafft, sie ist gefallen, deshalb kann sie fliegen.

Es gibt Gehvarianten, die das Fallen sportlich integriert haben.
Schwimmen käme der Sache näher, aber der Sport ist und bleibt der falsche Ansatz.










Collagen, Organausstülpungen 2015










Das Ohr
Ohr Kopf Ohr. Es ist immer was dazwischen.
Die Ohren können sich nicht näherkommen.
Es ist die ganze Körpermittelachse, die dazwischen liegt.

Die Nase
Die Welt duftet auch ohne Nase.
Das ist die Hybris der Nase, dass es nur mit der Nase zu duften scheint.
Das Riechen ist an die Nase gebunden, das Duften nicht.






Raucherhilfe,  Performance 2014





Skizzen aus dem Skizzenbuch 2013 und 2014









Gleiskörperfrauen in Prien 2017














Erster Fortbewegungsversuch  Performance Akademiegalerie 2013










Erster Fortbewegungsversuch // Erste Performance  2013













Skizzen aus dem Skizzenbuch 2014 und 2013








Erster Fortbewegungsversuch // Zweite Performance  2013










Kappellenbäuchigung in Wien 2016










Fortbewegungsmaschinen  2013







Skizzen aus dem Skizzenbuch  2013 und 2014
















Flugmaschine  2013




Skizzen zu Fortbewegungsmaschine






Die Tonne 2012




Die Kiste 2011
















Sophie Schmidt  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2010. Klasse Huber.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 13.09.2017.


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