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Sophie Schmidt

Trypthichon II 2016








Tafel 3 2016



Tafel 2 2016




Tafel 1 2016



Dyptichon I 2016




Prothesen 2016

Der Bauch
Mann muss dringend etwas mit dem Bauch unternehmen. Da darf nicht dieser Strudel sein. Da dürfen keine Haare sein.
Mit dem Bauch muss ich mich fortbewegen, auf die Füße ist kein Verlass.
 
Wie ist es für den Bauch, dass so viel an ihm dran hängt?
Alles ist an ihm befestigt.
Der Bauch ist in der Mitte, um ihn zappelt es.
Doppelungen lasst mir den Bauch in Ruhe!
 
 
Die Doppelung
Füße und Beine sind doppelt.
Arme und Hände sind doppelt.
Bauchnabel ist einzig.
Bauch ist einzig.
Nase ist einzig.
Das kann nicht funktionieren.
 
Die Doppelung ist nicht heiter, sie hat leider keinen Grund dazu.
Wir müssen unseren Doppelungen Hilfe verschaffen!
Die Prothese ist unumgänglich
 

Die Hände
Die Hände aber brauchen ihren Tastsinn vom Bauch her.
Alles muss in die Schleuse.

Der Fuß
Wenn der Fuß Tentakeln hätte:
Der Bauch braucht sie nicht, er ist in sich geschlossen. Der Bauch stolpert ja auch nicht versehentlich.

Der Nabel
Er liegt zentral. Er ist die Tragik der Welt am Bauch.  
Und natürlich ist der Nabel die Narbe, denn woher kommen wir?

Die Atmung
Betrachten wir einmal die Atmung. Ohne Atmung keine Fortbewegung. Denn Atmung ist Fortbewegung. Deshalb sollte man auch das Schuhwerk nicht außer Acht lassen.
 
Nase-zu-Fuß-Beatmung
Nase-zu-Fuß-Beatmung geht nicht ohne Organumstülpung.
Eine OP ist nicht ausgeschlossen.
Als erstes müssen die Nasenlöcher geöffnet werden.
Sodann erfolgt die Bauchumstülpung.
Wenn die  Nase- zu-Fuß-Beatmung funktioniert, dann äußert sie sich im Schuhwerk.


Lungenflügelprothese



Prothesenschuh 1



Prothesenschuh 2



Prothesenschuh 3



Urmutter





Gehstock mit Ei





Flügeltaschenprothese




Zehn Schritte der Mückengymnastik, Examen 2016
Tafelbild: Lungenbrütler



Mückengymnastik
1.  Kniebeuge: Annäherung von der Vertikalen in die Horizontale (1. Mückengefühl).
2.  Nase-zu-Fuß-Beatmung mittels Prothesenschuh.
3.  Es braucht die Bauchprothese zur Annäherung an die Schlange (1. Schlangengefühl).
4.  Sie begeben sich mit der Bauchprothese in die Horizontale. Nase-zu-Fuß-Beatmung ist immer dabei.
5.  Es geschieht Atmungsentäußerung. Und es geschieht Lungenaustülpung. Und Sie werden Lungenfüßler.
6.  Es kommt zu Lungendopplungen. Und wieder Lungendoppelungen. Und Sie werden zum Tausendlüngler.
7.   Die Nase entwickelt sich zurück. Sie wird nicht mehr gebraucht.
8.  Lungendoppelungen weiten sich zu Flügeln. Der Fuß wird eingeknickt, er wird nicht mehr gebraucht, nur noch zum Schleifen, am Boden, von Zeit zu Zeit, gleichsam als Jux (2. Mückengefühl).
9.  Die Lungen sind jetzt Lungenflügel. Es ist erhebend (3. Mückengefühl).
10.  Der Kopf wird klein, die Nase fehlt und Beine nur  zum Knicksen. Und das von Zeit zu Zeit, und weil es Freude macht.







Vom Lungenfüssler zum Tausendlüngler, Performance Cabaret Voltaire, Manifesta, Zürich







Collagen, Organausstülpungen 2015










Zeichnungeserie, Wolf 2015









Trypthichon I 2016





Zeichenserie, Vögel 2015












Zeichnungeserie, Novemberbilder 2016


















Zeichenserie, Lungenfüßler 2015











Autoerotik mit Schnabelgefühl:
Eigentlich wollte ich nur etwas meinen Fuß spüren in mir, dann wurde er sogar noch zärtlich abgeleckt von meinem Baby in mir.







Die Fühler:
Hätten wir doch auch alle Fühler, das Fühlen wäre folglich leichter.
Wir hätten mehr Erdung, weil Fühler Erdabtaster sind. Wie komisch, dass der Mensch so abstrakt fühlt, jeder Käfer ist konkreter.








Lungenfüßler, Performance, Wien 2015

Die Fußlunge oder der Lungenfüßler:
Ach, hätten wir doch alle eine Fußlunge, das Leben wäre leichter.
Statt Beinen Lungen, und der Tausendfüßler wäre auch viel glücklicher.








Die Weltschleuse:
Über dem Bauchnabel gibt es einen 2. Nabel. Er ist der Übernabel des Nabels und so also als Prothesen- oder Ersatznabel zu sehen. Er nimmt den Schmerz des Nabels auf sich. Der Bauchnabel kann seine ganze Narbe nicht tragen. Und der Bauch ist groß, zum Glück. Und zum Glück gibt es auch den Übernabel, obwohl das Leben so viel leichter wäre, bräuchten wir ihn nicht.
Der Übernabel ist die Weltschleuse. Der Übernabel muss zur Weltschleuse werden, weil er die Tragik des Bauchnabels tragen muss und alles verschleusen muss.
Immer diese Schleusen, Tag für Tag die Welt in seinen Bauch hohlen, schleusen und wieder hinausprusten und dann wieder Welt schlucken und so weiter und so fort.
Wenn ich nicht so viel schleusen müsste, würde ich auch weniger stolpern, das ist ja klar.

Nur kurz zur Übersicht:
Auge Nase Auge
Ohr Auge Nase Auge Ohr
Ohrläppchen Mund Ohrläppchen

Ohr Kopf Ohr

Arm Bauch Arm
Bein Bein
Fuß Fuß
12345 Zehen 12345 Zehen
also:
doppelt einzig doppelt
doppelt doppelt einzig doppelt doppelt

So hört es sich in Wien:
Das Rascheln der Füße
Das Knistern der Flügel
Das Wetzen der Beine
Das Nässen der Tränen
Das Knacksen der Seelen
Das Räuspern der Kehlen.

Und mitten im Knacksen begann es sich  plötzlich zu verdunkeln.



Collagen, Urmutter 2014


















"Zimmer Frei" Performance im Mariandel 2014






OPs, Performances 2014

Das Gehen als Fallhilfe
Wir wollen fallen. Jeder Schritt birgt diese Sehnsucht in sich. Es ist die große Sehnsucht nach der Horizontalen. Die Mücke hat es geschafft, sie ist gefallen, deshalb kann sie fliegen.

Es gibt Gehvarianten, die das Fallen sportlich integriert haben.
Schwimmen käme der Sache näher, aber der Sport ist und bleibt der falsche Ansatz.







Das Ohr
Ohr Kopf Ohr. Es ist immer was dazwischen.
Die Ohren können sich nicht näherkommen.
Es ist die ganze Körpermittelachse, die dazwischen liegt.

Die Nase
Die Welt duftet auch ohne Nase.
Das ist die Hybris der Nase, dass es nur mit der Nase zu duften scheint.
Das Riechen ist an die Nase gebunden, das Duften nicht.


Raucherhilfe,  Performance 2014






Erster Fortbewegungsversuch  Performance Akademiegalerie 2013










Erster Fortbewegungsversuch // Erste Performance  2013










Erster Fortbewegungsversuch // Zweite Performance  2013










Fortbewegungsmaschinen  2013






Flugmaschine  2013




Skizzen zu Fortbewegungsmaschine






Die Tonne 2012




Die Kiste 2011
















Sophie Schmidt  


Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München
ab 2010. Klasse Huber.

Letzte Aktualisierung dieser Seite
am 31.01.2017.


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